Heizöl

Die Heizölsorten werden in der DIN 51603 und der önorm C 1109 beschrieben. Sie unterscheiden sich nach dem Verhältnis Kohlenstoff zu Wasserstoff (C/H), dem Schwefelanteil, der Dichte und dem Ascheanteil.
Kraft-, Brenn- und Schmierstoffen werden Additive hinzugesetzt um bestimmte Eigenschaften zu erreichen. Beinflusst wird z.B.: die Filtrierbarkeitsgrenze, die Bildung von Alterungsprodukten, die thermische Stabilität, die Verbrennung und Lagerfähigkeit, bei Schmierstoffen die Druck und Scherfestigkeit usw.
Heizöl besteht aus einer Mischung der Erdölprodukte Kerosin und Gasöl sowie im mg/kg - Bereich den Additiven. Die einzelnen Komponenten sind von verschiedenen Rohölqualitäten abhängig und werden, um die Spezifikationen zu erfüllen, in unterschiedlichen Anteilen gemischt.
Typische Spezifkationen sind die Dichte (max.0,86 kg/ltr.) und der Brennwert (min.45.4MJ/kg). Eine niedrige Viskosität (max.6 mm2/s bei 20 grad C) garantiert eine ausreichende Pumpfähigkeit und Zerstäubung, ein hoher Flammpunkt (min.55 grad C) sorgt für zusätzliche Sicherheit.
In älteren Dieselmotoren kann leichtes Heizöl verbrannt werden, da bis Mitte der 1990 er Jahre beide Produkte identisch sind. Der Einsatz von Heizöl als Kraftstoff ist strafbare Steuerhinterziehung, außerdem erlischt dadurch die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug. Ein versehentlicher Mißbrauch wird durch die Einfärbung mit Farbstoffen verhindert.
Die Heizölpreise orientieren sich am Rotterdamer Markt. Handelswährung ist US-Dollar je 1000 kg. Der Verbraucherpreis enthält Transportkosten, Lagerkosten, Kapitalverzinsung , Steuern und Abgaben.